Friday, September 26, 2014

To Alice Springs: Devil's Marbles, Uluru und Olgas (22. bis 27. August)

Den letzte Tag in Darwin verbrachten wir länger als erwartet mit Souvenirs einkaufen und Flug von Alice Springs nach Cairns buchen; letzteres zog sich wegen Kreditkartenlimite hin und konnte dann doch per Chat auf dem Phone (!) gelöst werden. Wir kamen am Abend nicht mehr weit und blieben in einem Camping nahe von Darwin der zum Glück noch Platz hatte. Beim Zubereiten der Cinque P zeigte sich dann, dass zwei der drei Gasbrenner des Herds nicht funktionieren: Auch Top Qualität im Luxuscamper von Apollo!

7 Meter lang und vollausgestattet zu 1$ pro Tag!

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir hauptsächlich auf der Strasse. Die erste Übernachtung verbrachten wir in Mataranka auf dem Campground gleich bei den Hot Springs. Wenn man die Quellen bei Katherine bereits besucht hat muss man diese nicht unbedingt auch noch sehen. Highlight beim Baden waren die Wallabies, die ungestört in nächster Nähe weilten. Highlight beim Essen waren unsere Hausgemachten Spätzli mit Zwiebeln und Gruyer und 'gebackene' Tomaten (Mikrowelle und Google macht's möglich)!



Die Fahrt zur zweiten Übernachtung werden wir nicht so schnell vergessen. Wir fuhren viel zu spät ab (1145 Uhr) und hatten nach der Besichtigung der Telegraphstation in Barrow Creek das Gefühl, dass unser restliches Benzin locker bis Tennant Creek reichen würde. Die Warnlampe ging knapp 80 Kilometer vor unserem Ziel und mit dem letzten Strich der Tankanzeige an. Wir haben uns verschätzt und zwischen hoffen und bangen überlegt, was wir tun sollen, wenn wir wirklich kurz vor Sonnenuntergang stehen blieben; Handyempfang gab's keinen und Autos sahen wir auch selten. Wir schwitzten Blut und hofften darauf, dass es im knapp 30 Kilometer näheren Three Ways eine Tankstelle hat. Wir hatten Glück! Durchatmen war angesagt bevor wir das letzte Stück nach Tennant Creek fuhren.


Cartoon aus dem Jahr 1944 von Bluey and Curley in der Küche der Station



Kurz nach Tennant Creek auf der Strecke nach Alice Springs liegen die Devil's Marbles. Riesige, durch Witterung und Erosion geformte Granitbrocken, die wie Murmeln über sonst eher flaches Land verstreut und aufgetürmt liegen. Der Hauptgrund weshalb wir die Strecke Darwin Alice Springs per Camper zurücklegten. Es hat sich gelohnt!





Am späteren Nachmittag des gleichen Tages erreichten wir Alice Springs bei verhältnismässig frischen 22 Grad Celsius und verbrachten die Nacht bei unter 10 Grad auf dem bisher schönsten Campingplatz. Auf dem Menü stand Cevapcici.



An den letzten beiden Tage unserer Relocation standen natürlich der Uluru und die Olgas auf dem Programm. Viel dazu sagen muss man nicht, ausser dass es doch nicht nur irgendein Felsbrocken (oder Polenta Berg :D) ist. Der erste Anblick und die Stimmung beim Sonnenuntergang sind schon sehr speziell. Nach der Nacht im Camping bei Yulara stressten wir dann die 450 Kilometer wieder zurück nach Alice Springs. Unser Camper musste pünktlich auf 1330 Uhr zurück (der letzte Abwasch machten wir an einer Tankstelle), ein Paket auf die Post (erste Ladung Geschenke und Dinge, die wir nicht mehr brauchten) und wir letztlich auf den Flughafen um den letzten Flieger an diesem Tag zu erwischen. Nächster Halt: Cairns!



Uluru bei Tageslicht

Olgas

Uluru bei kurz vor Sonnenuntergang

... und noch während dem Sonnenuntergang


Mt Conner



PS: Während den langen Strecken die wir zurücklegten kam mir irgendwo auf der Strasse die Melodie aus einem alten Donald Duck in den Sinn, keine Ahnung aus welchem Grund. Auf jeden Fall verfolg uns Trick or Treat seither auf jeder längeren Fahrt :).

Friday, September 19, 2014

GWT Image Cropper

In a previous project where the client was GWT based (in combination with GWTP and Errai) we needed an image cropping component. One of the standard widgets you need in nearly every second project and which is not provided by GWT as a pre-baked UI component. The ones I found on open source repositories I didn't like too much for the lack of documentation, huge parts of spaghetti code, lots of functionalities we didn't need or the combination of all those reasons. Wrapping an existing JS component was not an option, we didn't want to depend on another library. So I decided to implement a GWT only based cropper which might come handy for someone else too.

The inspiration on how it should behave was coming from Jira, the issue tracker we just migrated to back then. I had a look at the responsible DOM elements and how the adapt upon user interaction and tried to implement the cropping behaviour the same way. The idea is to create an outer div showing the image as background and three child divs: one for the glass (area to crop), one for the selection (area to clip) and one for adding the four resize handles to the corner of the selection.

The ImageCropper class takes care of registering the needed handlers, loading the source image and adding the selection component. A LoadHandler is used to size the div showing the background image correctly. To make this work on IE the image needs to be visible otherwise we get 0 for the height and width.


The abstract ResizeHandle contains the base logic for styling the handles and capturing mouse events. The calculation of how the selection should be adapted (getScaledYDelta() and getScaledXDelta()) is delegated to the concrete implementations of the handlers which are instantiated in the SelectionChooser class.


Besides creating the handlers the SelectionChooser class is also responsible of creating the glass and the clipping area as well as adapting the sizes and positions of them on user input.


I didn't test the implementation on all different browsers and versions since the application was used only on Chrome and Firefox (lucky us...). It should though work on IE10 as well when I remember correctly.

On the back end side of things we used Thumbnailator to do the actual cropping. With its fluent API the process of manipulating images becomes straightforward compared to using Java's 2D API along with other techniques.



Wednesday, September 17, 2014

Back to Darwin Part 2 (15. - 21. August)

Wir hatten einige Kilometer gut zu machen, schliesslich wollten wir am Vortag bis Kununurra kommen, kamen aber nur bis Warmun. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen mussten wir in einem Tag die Strecke Warmun bis Katherine zurücklegen, etwas mehr als 700 Kilometer. Wir erreichten unser Ziel kurz vor Dämmerung und checkten knapp vor Büroschluss im Big 4 Camping ein, in dem wir bereits zuvor zwei Nächte verbrachten. Die Fahrt verlief ohne grössere Probleme, die Highlights waren: Ein Dingo auf der Strasse, ein kleiner, ungefähr 8 Meter hoher Sandwirbelsturm der über den Highway und unser Camper fegte, ein kurzer Stopp in Kununurra, die unverschlossene Campertür, die sich zum Glück erst 50 Meter vor dem Campingplatz öffnete, und 400 Kilometer ohne ein einziges anderes Fahrzeug anzutreffen. Käse-Schinkentoast gab's zum Nachtessen, danach war Hotelzimmersuche in Darwin angesagt, uns blieben noch zwei Tage bis der Camper zurück sein musste.
Lily Creek Lagoon in Kununurra
Milan (?) in Kununurra


Beim Einkaufen im Woolworth am nächsten Tag trafen wir auf John mit dem wir uns kurz im Purnululu National Park unterhielten. Er und Silvia luden uns kurzerhand zum Mittagessen im The Finch Cafe ein (dort gibt's ausgezeichneten Kaffee)!

Ibis (so glauben wir zumindest) in Katherine
Am späteren Nachmittag erreichten wir den Litchfield Nationalpark, unteranderem für Wasserfälle zum Baden und riesige Termitenhügel bekannt. Nach einer Abkühlung im Pool unterhalb der Florence Falls übernachteten wir auf dem Campground gleich oberhalb derselbigen auf einem der letzten Plätze. Essen an diesem Abend: Spaghetti al Pesto Genovese.





Am nächsten Tag führten wir unsere Wasserfallbesichtigung fort, zusammen mit gefühlten hundert badenden Teenies. Dabei hätten wir lieber The Lost City besucht, was wir gemäss Apollo leider nicht durften.

Nord-Süd ausgerichtete Termitenhütel
Etwas grösseres Exemplar...
Florence Falls
Pool bei den Florence Falls
Lookout bei Tolmer Falls
Weibliche Golden Orb Spinne im Litchfield
Nach den letzten knapp 150 KM zurück nach Darwin zügelten wir unseren Haushalt ins Hotelzimmer, gaben den Camper ab (wir erhielten zu den drei Extratagen nochmals einen Discount, meine Beschwerdemail hat anscheinend die Runde gemacht...) und wussten erstmals nicht was wir als nächstes unternehmen.



Wir entschieden uns eine weitere Nacht in Darwin zu bleiben, mussten jedoch das Hotel wechseln. Hochsaison und gleichzeitig ein Festival füllte beinahe alle Hotelzimmer und trieb die Preise in die Höhe. Wir landeten im Double Tree by Hilton. Das Zimmer hatte knapp zwei Sterne verdient, Preis-Leistung war ein Witz. Am selben Tag gingen wir bereits wieder zu Apollo unseren neuen Camper abholen. Während der letzten Nacht kam unser Plan mehr durch Zufall zustande: Wir führen für Apollo eine Relocation von Darwin nach Alice Springs durch. Heisst: Apollo braucht einen Wagen möglichst bald in Alice Springs und verlangen dafür kaum etwas. In Alice Springs angekommen würden wir weiter auf Cairns fliegen. War irgendwie zu erwarten, dass die Batterie leer war und getauscht werden musste als wir den Camper zurück zum Hotel fahren wollten ... 

Nachtessen gab es am Sunset Market beim Mindil Beach. Neben Digeridoo Performance und Souvenirständen bietet der Markt unzählige Verpflegungsmöglichkeiten an. Ein Besuch lohnt sich auf jedenfall und die Baked Potatos waren fantastisch!

Thursday, September 11, 2014

Back to Darwin Part 1 (15. bis 20. August)

Etwas wehmütig packten wir unsere Sachen an diesem Morgen zusammen. Nach gut einer Woche Broome strengte der Gedanke an los- und zurückfahren etwas an. Die Option, den Camper in Broome zu lassen hätten wir vielleicht doch besser prüfen sollen... Kurz bevor wir loszogen überraschte uns Zol noch ein weiteres Mal: Er brachte uns zum Abschied ein frischgebackenes Brot vorbei! Mega nett! Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und verblieben mit einem eventuellen Wiedersehen in der Nähe von Sydney, dem Wohnort von Narelle und Zol.

Wir entschieden uns erst unterwegs, dass wir nun definitiv und entgegen aller Schauergeschichten einen Umweg nach Fitzroy Crossing und ein kurzen Teil der Gibb River Road fahren werden. Die Strasse war tiptop; der Grossteil bis zur Abzweigung zum Windjana Gorge National Park war asphaltiert. Das kurze Stück jedoch bis zum Campground des Parks war katastrophal: die Corrugation war stark wie noch nie und wir kamen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von guten 30 KMH voran! Der Zeltplatz im Park war gut besetzt und bot eine wunderschöne Aussicht auf die orange leuchtenden Felsen. Während dem Kochen (es gab Risotto con Pomodori mit Rüebli) bestätigte uns die Rangerin, dass der Highway nach Fitzroy Crossing tatsächlich wegen eines Road Train Unfalls gesperrt sei und erst im Verlauf vom folgenden Tag wieder freigegeben werde. Weiter bekamen wir auch mit, dass unseren Zeltnachbarn, Vater und Sohn, die neuen Klappbetter vom Pick Up geklaut wurden. Wir boten kurzerhand die Sitzbankkissen von unserem Camper an, die dankend angenommen wurden. Kaum waren die Kissen im Zelt verstaut bemerkte der Sohn, dass der Wasserkanister im Zelt undicht ist! Definitiv nicht ihr Tag.

Best Friend für längere Fahrten :)
Boab Prison Tree
Sonnenuntergang Windjana Gorge NP


Am nächsten Morgen waren die Zwei bereits um 0700 Uhr auf dem Weg zurück nach Derby um die Betten zu ersetzen. Zwei Stunden später kam die Rangerin mit den gestohlen geglaubten Betten vorbei. Die Glücksträne hielt an... Wir unternahmen an diesem Tag einen Ausflug in die Windjana Gorge und sahen dort zum ersten Mal Freshies, Süswasserkrokodile, in der freien Natur. Die restliche Wanderung hat sich nur bedingt gelohnt: die orangefarbenen Felsen sind eindrücklich und schön doch knapp 7 Kilometer müssen es dann auch nicht sein. Und ein Abstecher neben die markierten Tracks um das Geschehen etwas spannender zu gestalten empfiehlt sich definitiv nicht. Wir waren danach von Kopf bis Fuss mit hartnäckigen Pflanzensamen und -stacheln übersäät.

Die Strasse zum nächsten Stopp, der Tunnel Creek, war weiterhin extrem mühsam und wir kamen nur langsam voran. Die Creek - eine ca. 750 Meter lange Höhle in der sich ein Flüchtiger Aborigines über mehrere Jahre erfolgreich versteckt hielt - erreichten wir erst kurz nach 1500 Uhr. Wir wussten vom knietiefen Wasser, dass eine gute Taschenlampe benötigt wird und sich teilweise auch kleine Süsswasserkrokodile darin aufhalten. Wir hofften auf weitere Besucher denen wir uns anschliessen können und die mit stärkeren Lampen als unsere Kopfleuchte ausgestattet sind. Es war leider niemand vor Ort. Wir trauten uns die ersten 200 Meter in die Höhle bis es keinen Umweg um das trübe Wasser gab und unsere Lampe zu schwach wurde. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch drehten wir um. Die Weiterfahrt nach Fitzroy Crossing verlieft anfänglich weiter harzig und wir kamen trotz kurzem Besuch bei der Tunnel Creek erst beim Eindämmern an. Wir waren froh, endlich wieder normale Strassen fahren zu dürfen. Wir erreichten den Camping in Fitzroy ohne Zwischenfälle, und wurden zudem von Kangaroos (oder Wallabies, zu ähnlich sehen die für mich aus...) auf dem Platz empfangen!

Milan im Windjana Gorge NP
Freshie im Windjana Gorge NP
Typische Kalksteinformation in Windjana Gorge NP



Ständige Begleiter neben und auf der Strasse



Bevor wir am nächsten Morgen weiter Richtung Kununurra fuhren unternahmen wir einen kurzen Abstecher in die Geikie Gorge. Viel Kalkstein, ansonsten kein besonders nennenswerter Ausflug. Danach war fahren angesagt. Ich sah zum ersten Mal einen Dingo auf dieser Fahrt und schwitzte Blut als wir die letzten 30 KM bis Warmun in der Dämmerung fuhren mussten. Ich weiss nicht mehr wie viele Kangaroos/Wallabies am Strassenrand sassen (braun auf braun im Halbdunkeln...) oder über die Strasse hüpften, es war auf jeden Fall kein Spass. Ich bin froh, dass wir kein Tier rammten und ich sah sogar ein Joey (junges Kangaroo) aus dem Beutel der Mutter schauen, ca. 2 Meter vor dem stehenden Camper! Wieder im gleichen Roadhouse wie zwei Wochen zuvor gab's Mozzarella in Carrozza. Danach vielen wir beide hundemüde ins Bett.

Im Camping bei Fitzroy Crossing

Geikie Gorge