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Wednesday, September 17, 2014

Back to Darwin Part 2 (15. - 21. August)

Wir hatten einige Kilometer gut zu machen, schliesslich wollten wir am Vortag bis Kununurra kommen, kamen aber nur bis Warmun. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen mussten wir in einem Tag die Strecke Warmun bis Katherine zurücklegen, etwas mehr als 700 Kilometer. Wir erreichten unser Ziel kurz vor Dämmerung und checkten knapp vor Büroschluss im Big 4 Camping ein, in dem wir bereits zuvor zwei Nächte verbrachten. Die Fahrt verlief ohne grössere Probleme, die Highlights waren: Ein Dingo auf der Strasse, ein kleiner, ungefähr 8 Meter hoher Sandwirbelsturm der über den Highway und unser Camper fegte, ein kurzer Stopp in Kununurra, die unverschlossene Campertür, die sich zum Glück erst 50 Meter vor dem Campingplatz öffnete, und 400 Kilometer ohne ein einziges anderes Fahrzeug anzutreffen. Käse-Schinkentoast gab's zum Nachtessen, danach war Hotelzimmersuche in Darwin angesagt, uns blieben noch zwei Tage bis der Camper zurück sein musste.
Lily Creek Lagoon in Kununurra
Milan (?) in Kununurra


Beim Einkaufen im Woolworth am nächsten Tag trafen wir auf John mit dem wir uns kurz im Purnululu National Park unterhielten. Er und Silvia luden uns kurzerhand zum Mittagessen im The Finch Cafe ein (dort gibt's ausgezeichneten Kaffee)!

Ibis (so glauben wir zumindest) in Katherine
Am späteren Nachmittag erreichten wir den Litchfield Nationalpark, unteranderem für Wasserfälle zum Baden und riesige Termitenhügel bekannt. Nach einer Abkühlung im Pool unterhalb der Florence Falls übernachteten wir auf dem Campground gleich oberhalb derselbigen auf einem der letzten Plätze. Essen an diesem Abend: Spaghetti al Pesto Genovese.





Am nächsten Tag führten wir unsere Wasserfallbesichtigung fort, zusammen mit gefühlten hundert badenden Teenies. Dabei hätten wir lieber The Lost City besucht, was wir gemäss Apollo leider nicht durften.

Nord-Süd ausgerichtete Termitenhütel
Etwas grösseres Exemplar...
Florence Falls
Pool bei den Florence Falls
Lookout bei Tolmer Falls
Weibliche Golden Orb Spinne im Litchfield
Nach den letzten knapp 150 KM zurück nach Darwin zügelten wir unseren Haushalt ins Hotelzimmer, gaben den Camper ab (wir erhielten zu den drei Extratagen nochmals einen Discount, meine Beschwerdemail hat anscheinend die Runde gemacht...) und wussten erstmals nicht was wir als nächstes unternehmen.



Wir entschieden uns eine weitere Nacht in Darwin zu bleiben, mussten jedoch das Hotel wechseln. Hochsaison und gleichzeitig ein Festival füllte beinahe alle Hotelzimmer und trieb die Preise in die Höhe. Wir landeten im Double Tree by Hilton. Das Zimmer hatte knapp zwei Sterne verdient, Preis-Leistung war ein Witz. Am selben Tag gingen wir bereits wieder zu Apollo unseren neuen Camper abholen. Während der letzten Nacht kam unser Plan mehr durch Zufall zustande: Wir führen für Apollo eine Relocation von Darwin nach Alice Springs durch. Heisst: Apollo braucht einen Wagen möglichst bald in Alice Springs und verlangen dafür kaum etwas. In Alice Springs angekommen würden wir weiter auf Cairns fliegen. War irgendwie zu erwarten, dass die Batterie leer war und getauscht werden musste als wir den Camper zurück zum Hotel fahren wollten ... 

Nachtessen gab es am Sunset Market beim Mindil Beach. Neben Digeridoo Performance und Souvenirständen bietet der Markt unzählige Verpflegungsmöglichkeiten an. Ein Besuch lohnt sich auf jedenfall und die Baked Potatos waren fantastisch!

Monday, August 18, 2014

Fahrt nach Western Australia (1. und 2. August 2014)

Im zweiten Anlauf haben wir Katherine definitiv Richtung Westen verlassen. Ziel war nahe der Grenze zu WA zu übernachten und noch ein letztes Mal möglichst viel Gemüse zu verwerten in Form einer Peperonata (gekochtes Gemüse kann problemlos nach Western Australia eingeführt werden). Kaum auf der Strasse wurden wir von vielen entgegenfahrenden Fahrzeugen begrüsst, wie das auch bereits im Kakadu oft der Fall war. Ich winkte kräftig zurück bis mir nach knapp einer Viertelstunde auffiel, dass die Handzeichen doch energischer als sonst waren (Zeigefinger wild nach oben). Wir hielten an und tatsächlich, das Dach unseres Campers hat sich vorne links gelöst und kam hoch. War nicht wirklich überraschend, wurde bei der Übergabe des Wagens doch vermerkt, dass die Dach-Klammer defekt ist. Nach etwas hin und her ziehen konnten wir das Dach schliesslich auch vorne links befestigen und die Fahrt weitergehen. Highlights gab es ansonsten wenige auf der Fahrt: einige tote Tiere am Strassenrand, eine nicht allzu heftige Kollision mit einem grösseren Vogel (er flog danach weiter), das erste Überholmanöver eines Road Trains (dauert eeewig die mehr als 50 Meter zu überholen!) und sehr oft sehr lange, gerade Strassen mit wenig Gegenverkehr.



Kurz vor der Staatsgrenze bogen wir in eine nicht asphaltierte (unsealed) Strasse ein, fuhren einige Kilometer auf Sand, Staub und Corrugation (so heisst das sehr holprige und sehr mühsame Wellenblech das auf allen unsealed Strassen present ist), öffneten und schlossen einige Tore bis wir schliesslicht irgendwo in der Pampa vor dem angepeilten Caravan Platz standen. Gefunden haben wir den über die App WikiCamps (ein Muss für Campers in Australien!), wir teilen die sehr positiven Reviews aber nur bedingt (die Infrastruktur war auf ein Minimum reduziert, da hatten wir mehr 'Luxus' im Kakadu National Park). Zum Nachtessen gab's Fish and Chips, die Spezialität des Hauses.



Am nächsten Morgen überquerten wir relativ bald die Grenze nach Western Australia. Ein kurzer Blick in unseren überfüllten Kühlschrank und ein paar Standardfragen genügten dem Grenzwächter und er liess uns passieren. Nächster Halt war Kununurra um erneut frisches Gemüse und Früchte einzukaufen, was zu Essen und zu Tanken. Danach ging's weiter nach Warmun, einem Roadhouse unweit der Abzweigung zum Purnululu (Bungle Bungle) Nationalpark. Highlights dieser Fahrt: wilde, lebendige und tote Pferde und weidende Kühe direkt an der Strasse, ohne Zaun versteht sich (man rast mit gut 110 KM/H an den Viechern vorbei) und überall wunderschöne Boabs. Knapp 300 Kilometer später kamen wir beim Roadhouse an. Der Caravanpark glich einem sandig, staubigen Parkplatz direkt am Highway gelegen, die Sanitärenanlagen einigermassen passabel. Nach dem Nachtessen (es gab allerlei Reste) konnten wir noch einen Vater mit seinen zwei Söhnen beim Cane Toad 'sammeln' (die 'Problemkröten' können abgegeben werden, danach werden sie tiergerecht getötet und verwertet) beobachten und im Dunkeln vorbei donnernde Road Trains bestaunen. Kurz vor elf Uhr machte uns ein grasender Stier direkt vor unserem Camper der Gang zur Toilette zu einem kleinen Abenteuer. Vom Wagen aus wirkte er riesig, liess sich von uns aber überhaupt nicht stören. Nach den Pferden nun der Stier; Kangaroos bitte als nächstes :).