Thursday, September 11, 2014

Back to Darwin Part 1 (15. bis 20. August)

Etwas wehmütig packten wir unsere Sachen an diesem Morgen zusammen. Nach gut einer Woche Broome strengte der Gedanke an los- und zurückfahren etwas an. Die Option, den Camper in Broome zu lassen hätten wir vielleicht doch besser prüfen sollen... Kurz bevor wir loszogen überraschte uns Zol noch ein weiteres Mal: Er brachte uns zum Abschied ein frischgebackenes Brot vorbei! Mega nett! Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und verblieben mit einem eventuellen Wiedersehen in der Nähe von Sydney, dem Wohnort von Narelle und Zol.

Wir entschieden uns erst unterwegs, dass wir nun definitiv und entgegen aller Schauergeschichten einen Umweg nach Fitzroy Crossing und ein kurzen Teil der Gibb River Road fahren werden. Die Strasse war tiptop; der Grossteil bis zur Abzweigung zum Windjana Gorge National Park war asphaltiert. Das kurze Stück jedoch bis zum Campground des Parks war katastrophal: die Corrugation war stark wie noch nie und wir kamen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von guten 30 KMH voran! Der Zeltplatz im Park war gut besetzt und bot eine wunderschöne Aussicht auf die orange leuchtenden Felsen. Während dem Kochen (es gab Risotto con Pomodori mit Rüebli) bestätigte uns die Rangerin, dass der Highway nach Fitzroy Crossing tatsächlich wegen eines Road Train Unfalls gesperrt sei und erst im Verlauf vom folgenden Tag wieder freigegeben werde. Weiter bekamen wir auch mit, dass unseren Zeltnachbarn, Vater und Sohn, die neuen Klappbetter vom Pick Up geklaut wurden. Wir boten kurzerhand die Sitzbankkissen von unserem Camper an, die dankend angenommen wurden. Kaum waren die Kissen im Zelt verstaut bemerkte der Sohn, dass der Wasserkanister im Zelt undicht ist! Definitiv nicht ihr Tag.

Best Friend für längere Fahrten :)
Boab Prison Tree
Sonnenuntergang Windjana Gorge NP


Am nächsten Morgen waren die Zwei bereits um 0700 Uhr auf dem Weg zurück nach Derby um die Betten zu ersetzen. Zwei Stunden später kam die Rangerin mit den gestohlen geglaubten Betten vorbei. Die Glücksträne hielt an... Wir unternahmen an diesem Tag einen Ausflug in die Windjana Gorge und sahen dort zum ersten Mal Freshies, Süswasserkrokodile, in der freien Natur. Die restliche Wanderung hat sich nur bedingt gelohnt: die orangefarbenen Felsen sind eindrücklich und schön doch knapp 7 Kilometer müssen es dann auch nicht sein. Und ein Abstecher neben die markierten Tracks um das Geschehen etwas spannender zu gestalten empfiehlt sich definitiv nicht. Wir waren danach von Kopf bis Fuss mit hartnäckigen Pflanzensamen und -stacheln übersäät.

Die Strasse zum nächsten Stopp, der Tunnel Creek, war weiterhin extrem mühsam und wir kamen nur langsam voran. Die Creek - eine ca. 750 Meter lange Höhle in der sich ein Flüchtiger Aborigines über mehrere Jahre erfolgreich versteckt hielt - erreichten wir erst kurz nach 1500 Uhr. Wir wussten vom knietiefen Wasser, dass eine gute Taschenlampe benötigt wird und sich teilweise auch kleine Süsswasserkrokodile darin aufhalten. Wir hofften auf weitere Besucher denen wir uns anschliessen können und die mit stärkeren Lampen als unsere Kopfleuchte ausgestattet sind. Es war leider niemand vor Ort. Wir trauten uns die ersten 200 Meter in die Höhle bis es keinen Umweg um das trübe Wasser gab und unsere Lampe zu schwach wurde. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch drehten wir um. Die Weiterfahrt nach Fitzroy Crossing verlieft anfänglich weiter harzig und wir kamen trotz kurzem Besuch bei der Tunnel Creek erst beim Eindämmern an. Wir waren froh, endlich wieder normale Strassen fahren zu dürfen. Wir erreichten den Camping in Fitzroy ohne Zwischenfälle, und wurden zudem von Kangaroos (oder Wallabies, zu ähnlich sehen die für mich aus...) auf dem Platz empfangen!

Milan im Windjana Gorge NP
Freshie im Windjana Gorge NP
Typische Kalksteinformation in Windjana Gorge NP



Ständige Begleiter neben und auf der Strasse



Bevor wir am nächsten Morgen weiter Richtung Kununurra fuhren unternahmen wir einen kurzen Abstecher in die Geikie Gorge. Viel Kalkstein, ansonsten kein besonders nennenswerter Ausflug. Danach war fahren angesagt. Ich sah zum ersten Mal einen Dingo auf dieser Fahrt und schwitzte Blut als wir die letzten 30 KM bis Warmun in der Dämmerung fuhren mussten. Ich weiss nicht mehr wie viele Kangaroos/Wallabies am Strassenrand sassen (braun auf braun im Halbdunkeln...) oder über die Strasse hüpften, es war auf jeden Fall kein Spass. Ich bin froh, dass wir kein Tier rammten und ich sah sogar ein Joey (junges Kangaroo) aus dem Beutel der Mutter schauen, ca. 2 Meter vor dem stehenden Camper! Wieder im gleichen Roadhouse wie zwei Wochen zuvor gab's Mozzarella in Carrozza. Danach vielen wir beide hundemüde ins Bett.

Im Camping bei Fitzroy Crossing

Geikie Gorge



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